Autoritarismus in Mittelund Osteuropa by Jerzy Maćków (auth.), Jerzy Maćków (eds.)

By Jerzy Maćków (auth.), Jerzy Maćków (eds.)

Der Autoritarismus wird als politisches procedure des eingeschränkten Pluralismus verstanden. Herausragende Länderkenner beschäftigen sich in diesem Buch mit der Entstehung und den Eigenschaften jener Autoritarismen, die aus dem Kommunismus hervorgegangen sind. Es wird zudem auf die Demokratisierung dieser Systeme eingegangen. Ausgerechnet die postkommunistischen Autoritarismen werden manchmal als "unvollkomene Demokratien" verklärt. Die auf dem Umschlag abgebildeten Fotos einer Straße in einem Moskauer Außenbezirk belegen, dass ausschließlich die sorgfältige Betrachtung der Wirklichkeit vor solchen Fehleinschätzungen schützt.

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Autoritarismus in Mittelund Osteuropa

Der Autoritarismus wird als politisches method des eingeschränkten Pluralismus verstanden. Herausragende Länderkenner beschäftigen sich in diesem Buch mit der Entstehung und den Eigenschaften jener Autoritarismen, die aus dem Kommunismus hervorgegangen sind. Es wird zudem auf die Demokratisierung dieser Systeme eingegangen.

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Der AutoritarismusBegriff kann nur dann als überholt gelten, wenn „die Konkurrenz“ beweist, dass ihre Konzepte logisch stringenter und als Instrument der empirischen Forschung ergiebiger sind. 7 Es ist die Absicht der Autoren dieses Bandes, auf diesem Feld einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Das Eintreten für das breite Autoritarismus-Konzept geht mit dem Schutz des Demokratie-Begriffs einher. Die Ansicht von Juan J. Linz, es sei sinnvoller, „Autoritarismen“ und nicht „Demokratien“ mit Adjektiven zu versehen, um den in langen und oft mühseligen Auseinandersetzungen erzielten Konsens darüber, was Letztere sind, nicht zu gefährden,8 wird von den Autoren dieses Bandes geteilt.

74 Die im kompetitiven Autoritarismus vorhandenen zumindest vier wichtigen Arenen der demokratischen Auseinandersetzung („democratic contestation“) – Wahlen, Gesetzgebung, Justiz und Medien75 – würden durch Repression untermininiert: „Journalists, opposition politicians, and other government critics may be spied on, threatened, harassed, or arrested. Members of the opposition may be 70 71 72 73 74 75 Fareed Zakaria, The Rise of Illiberal Democracy, in: „Foreign Affairs” (1997) Heft 6, S. 22-43.

S. 52. , S. 54 ff. 77 Die zunehmend konkurrenzoriertierten nicht-demokratischen politischen Systeme von heute werden also mit unterschiedlichen typologischen „labels“ versehen, je nachdem ob die Autoren das prozedurale Minimum der Demokratie anerkennen (Levitsky, Way) oder in der Tradition Schumpeters stehen (Zakaria). Der „Oberaufkleber“ des „hybriden Regimes“ bringt nur scheinbar Ordnung in dieses bunte Etikettenchaos, wie das entsprechende Konzept Larry Diamonds aus dem Jahre 200278 zeigt.

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